Matrosen
und Arbeiter |
Regierung
und militärische Führung |
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Ereignisse |
Dat. |
Ereignisse |
Dokumente |
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29.9. |
Die Oberste Heeresleitung (OHL) fordert von der Reichsregierung ein sofortiges Waffenstillstandsangebot an die Entente. | |||
29.
und 30. 10. |
Die Marineführung will eigenmächtig von Wilhelmshaven einen Flottenvorstoß gegen England durchführen, um die Flotte in einer heroischen Geste untergehen zu lassen. Befehlsverweigerungen, Meutereien und Sabotage von Matrosen des I. und III. Geschwaders der Hochseeflotte verhindern dies. | Urheber des Plans waren
Kapitän z.S. v. Levetzow (Chef des Stabes in der Seekriegsleitung)
und Konteradmiral v. Trotha, (Chef des Stabes bei der Hochseeflotte).
Trotha schrieb: Kommentar (pdf, 50 kB) >> |
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Do, 31.10 |
Der Flottenchef verlegt das III. Geschwader nach Kiel. Auf der Fahrt durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, der heutige Nord-Ostsee-Kanal, werden 47 vermeintliche Rädelsführer der "Markgraf" verhaftet und von Holtenau aus in verschiedene Arrestanstalten in Kiel gebracht. Eintreffen der Schiffe im Kieler Hafen mit über 5000 Mann Besatzung in der Nacht zum 1. November. | Virtueller Stadtrundgang >> |
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| Landurlaub
für Schiffsbesatzungen. Abends Versammlung von etwa
250 Matrosen des III. Geschwaders im Gewerkschaftshaus
in der Fährstraße (heute Legienstraße).
Abordnungen fordern vergeblich die Freilassung der inhaftierten
Kameraden von den Schiffskommandanten. |
Fr, 1.11. |
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Polizeibericht (von VIMU.info) >> |
Abends
gegen 19 Uhr versammeln sich etwa 500 bis 600 Matrosen und
einige Zivilisten auf dem großen Exerzierplatz
im Viehburger Gehölz zu einer Demonstration. Der Matrose
Karl Artelt (Unabhängige Sozialdemokratische Partei
Deutschlands - USPD -) geht als einziger Redner über
die Forderung nach sofortiger Freilassung der Inhaftierten
hinaus, ruft zur "Niederkämpfung des Militarismus
und Beseitigung der herrschenden Klasse" auf und sucht
Verbindung mit Vertrauensmännern der USPD. In dieser
Nacht werden erste Flugblätter vervielfältigt.
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Sa, 2.11. |
Die Berliner Regierung erhält Kenntnis von den Vorgängen bei der Marine. | |
So, 3.11. |
Morgens: Auf der "Markgraf" werden weitere 57 Matrosen und Heizer verhaftet. Sie können jedoch erst "auf Zureden" ins Fort Herwarth gebracht werden. | |||
| 10:00 Konferenz hoher
Marineoffiziere im Kieler Stationsgebäude. Beschluß,
gegen 16 Uhr Stadtalarm zu geben, um Matrosen
an der Teilnahme einer für 17 Uhr vorgesehenen Versammlung
zu hindern. Telegramm des Gouverneures Souchon an das Reichsmarineamt mit einem Lagebericht und der Bitte: "... wenn irgend möglich, hervorragenden sozialdemokratischen Abgeordeneten hierherzuschicken, um im Sinne der Vermeidung von Revolution und Revolte zu sprechen." |
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Virt. Stadtrundgang >>
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15:30-16:00
Stadtalarm ohne Wirkung bei den Matrosen; ca. 17 Uhr Versammlung
von etwa 5000 bis 6000 Teilnehmern (4/5 Matrosen)
auf dem großen Exerzierplatz mit den Hauptrednern
Gustav Garbe (SPD, Gewerkschaftsvorsitzender) und Karl Artelt
(USPD). Ein Demonstrationszug zur Arrestanstalt
in der Feldstraße setzt sich in Bewegung: über
Rondeel, Sophienblatt, Bahnhof (eine Frau gerät unter
die Straßenbahn und stirbt), Holstenstraße,
Markt, Dänische Straße in die Brunswiker Straße. |
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Zeitgenössische
Berichte und Ausschnit aus historischem Stadtplan (pdf,
1,5 MB) >>
Virt. Stadtrundgang >>
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ca.
19:00 Bewaffneter Zusammenstoß zwischen
den Demonstranten und einer Patrouille an der Ecke Karlstraße:
7 Tote und 29 Verletzte, von denen später 2 ihren Verletzungen
erliegen. |
Die amtlichen Stellen glauben noch, Herr der Lage zu sein. | ||
Morgens: Bewaffnete
Matrosen ziehen von Kaserne zu Kaserne, teils an die Stelle
des Zusammenstoßes in der Karlstraße, teils
ziellos durch die Stadt. Das III. Geschwader, ohne die "König", die bereits im Dock liegt, läuft aus nach Travemünde, in der Hoffnung, der Unruhe Herd könnte so beseitigt werden. Die Mannschaften rühren keine Hand um die Leinen los zu machen. Dies müssen Fähnriche und Deckoffiziere besorgen. Ca. 1000 Matrosen bleiben an Land zurück. |
Mo, 4.11. |
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Virt. Stadtrundgang >> |
10:00 Arbeiter der
Germaniawerft und der Torpedoanstalt in Friedrichsort legen
die Arbeit nieder. Besprechung der Vertrauensleute im Gewerkschaftshaus. |
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13:00
Gehorsamsverweigerung der Matrosen in einer
großen Kasernenanlage im Norden Kiels: Nach einem
Divisionsappell des Kommandeurs bilden sich spontane Demonstrationen.
Auf Initiative Karl Artelts bildet sich der erste Soldatenrat. Matrosen, unter ihnen Karl Artelt übergeben dem Kommandeur 6 Forderungen. Bald bilden sich viele weitere Soldatenräte. |
13:30 Stadtkommandant und Militärpolizeimeister
gestehen ein, nicht mehr Herr der Lage zu sein. Gouverneur
Souchon lässt durchgeben, die Wünsche der Truppen
seien ihm sofort zu melden. Karl Artelt fährt mit anderen Matrosen und einer großen roten Fahne am Auto zum Gouverneur. |
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Virt. Stadtrundgang >> |
15:00 Erste Verhandlungen
des Gouverneurs mit Matrosen und Vertretern der SPD und
USPD. Deren Forderungen werden gegen 17 Uhr allen
Marineteilen in Kiel vom Gouverneur mitgeteilt. Nach einem
"Triumphzug" von der Wik bis zur Arrestanstalt
in der Feldstraße empfangen mehrere tausend Matrosen
ihre freigelassenen Kameraden. |
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Ab 20 Uhr Versammlung
von Matrosen und Arbeitervertretern im Gewerkschaftshaus
mit der Folge, daß in der Nacht ein Soldaten- und
ein Arbeiterrat gebildet werden. Aufstellung der „14 Kieler Punkte". Am selben Abend finden Verhandlungen zwischen Haußmann, Noske, hohen Offizieren und Matrosen im Stationsgebäude statt. |
19.30 Ankunft der von der Berliner Reichsregierung entsandten Emissäre, Staatssekretär Haußmann und SPD-Abgeordneter Noske auf dem Kieler Hauptbahnhof. | |||
Morgens:
Bei Sonnenaufgang hissen die Kriegsschiffe im Hafen nicht
die Kriegs-, sondern rote Flaggen. |
Di
5.11. |
Nur auf der "König" hatte der Kommandant vorher die Kriegsflagge setzen lassen. Zwei Offiziere und der Kommandant verteidigen die Fahne in einem Schußwechsel. Erst nachdem sie schwer verwundet werden, wird auch auf der König die rote Fahne gesetzt. Ein Matrose und die Offiziere sterben, der Kommandant überlebt. | ||
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Generalstreik
der Arbeiter. In den frühen Morgenstunden wird ein Arbeiterrat gebildet. Gustav Garbe, Vors. des Kieler Gewerkschaftkartells, SPD, wird Vorsitzender. Der Rat kontrolliert ab 10 Uhr die Stadtverwaltung, deren Spitzen nicht ausgewechselt werden, sondern Beigeordnete aus dem Arbeiterrat erhalten. Nur das Ernährungsamt wird direkt vom Arbeiterrat übernommen. |
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Aufruf des "großen Soldatenrats", unterzeichnet: Artelt und Noske |
Die Matrosen befürchten nach wie vor Gegenstöße des Militärs. Den Offizieren werden Rangabzeichen und Waffen abgenommen. Die Matrosen haben den Eindruck, dass Offiziere an verschiedenen Stellen aus Häuserfenstern auf sie schießen. Immer wieder kommt es zu Schießereien der Patrouillen. Diese enden mit 10 Toten und 21 Verletzten. Stadtkommandant Heine wird von einer Patrouille erschossen als er sich seiner Festnahme widersetzt. Der Soldatenrat untersagt die "selbständige
Patrouillengestellung" der Matrosen. |
Die Seekriegsleitung in Berlin wartet die Entscheidung des Kabinetts nicht ab und schickt ein Telegramm an das Kommando der Hochseestreitkräfte, in dem sie vorgeblich im Einvernehmen mit der Regierung befiehlt: Jeder Widerstand sei sofort zu brechen, das IX. Armeekorps solle Kiel zu Lande und das Hochseekommando zur Seeseite absperren. Am frühen Abend trifft |
Aufruf des Gouverneurs an die Offiziere
Admiral Scheer schlägt dem Kaiser vor, dass Admiral v. Schröder den Kieler Gouverneur Souchon ersetzen und an der Spitze einer Brigade nach Kiel verlegt werden solle. Der Kaiser ist einverstanden und erlässt ohne Rücksprache mit der Regierung die entsprechenden Befehle. |
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| Abends flieht Prinz Heinrich, der Bruder
Kaiser Wilhelms aus Kiel, eine rote Fahne am Auto. Abends telefoniert Noske mit Vizekanzler v. Payer und warnt vor Gewalt. Die 40.000 Mann in Kiel könnten nicht überwältigt werden und der Versuch würde jede Verständigung unmöglich machen. In einem weiteren Gespräch mit Ritter v. Mann wiederholt Noske die Forderungen nach Amnestie für die Matrosen und Rücktritt oder Abdankung des Kaisers. |
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Noske
versucht auf einer großen Versammlung die Vertreter
der Matrosen zum Abbruch des Aufstands zu überreden.
Popp und Garbe sprechen dagegen. Das entsprechende Angebot
der Berliner Reichsregierung wird abgelehnt. Auf Initiative Lothar Popps werden in allen Einheiten Vertrauensleute gewählt. Diese wählen den Großen Soldatenrat und der wiederum den Obersten Soldatenrat. Popp und Noske werden gleichberechtigte Vorsitzende des Obersten Soldatenrats. (2) |
6.11. |
Das Kabinett in Berlin nimmt den Vorschlag Haußmanns einstimmig an, da auch in anderen Küstenstädten Unruhen auszubrechen drohen zu deren Niederwerfung Truppen aus Altona angefordert worden waren (die eigentlich in Kiel eingesetzt werden sollten). Die Seekriegsleitung bestätigt dagegen die Befehle vom Vortag. |
Die Reichsregierung lehnt die Kommandierung von Admiral Schröder nach Kiel entschieden ab. Scheer empfiehlt dem Kaiser die Rücknahme des Befehls, da auch er einsehen muss, dass mit militärischer Gewalt nichts mehr zu erreichen sei, und der Kaiser stimmt zu. | |
Lothar Popp (USPD) wird alleiniger Vorsitzender des Soldatenrates. |
7.11. |
Gustav Noske löst Admiral Souchon
als Gouverneur ab. Die Seekriegsleitung bestätigt nochmals die o.g. Befehle. Dass sie nicht umgesetzt werden, liegt allein daran, dass die erforderlichen Truppen nicht vorhanden sind, wie Dirk Dähnhardt schreibt (3). |
Artikel der Kieler Neusten Nachrichten vom 10.11.1918 (doc, 30 kB): Weitere Festigung der Lage | |
Scheidemann ruft in
Berlin die Republik, Karl Liebknecht die sozialistische
Republik aus. Das III. Geschwader kommt nach Kiel zurück und setzt beim Einlaufen ebenfalls die rote Flagge. Ein Großteil der Offiziere hat vorher die Schiffe verlassen. |
9.11. |
Delegationen des Soldatenrats und der Offiziere einigen sich darauf, dass jene Offiziere, die schriftlich erklären, der neuen Volksbewegung nicht feindlich gegenüberzutreten, wieder Vorgesetzte seien. | ||
Bestattung der Opfer
vom 3. und 5. November. |
10.11. |
Der Kaiser flieht nach Holland. | ||
Virt. Stadtrundgang >> |
Matrosen und Soldaten
werden massenweise demobilisiert. |
11.11. |
Waffenstillstand in Compiegne unterzeichnet. | |
Vor allem die U-Boot-Fahrer
setzen eine Überführungsprämie durch. |
18.11. | Gemäß den Bedingungen des Waffenstillstands fahren das III. Geschwader und weitere Schiffe zunächst nach Wilhelmshaven und von dort in die englischen Küstengewässer sowie später in die Internierung nach Scapa Flow. Noch nicht fahrbereite Schiffe (u.a. "König") folgen am 3.12. | ||
Ende
Nov. |
Korvettenkapitän Wilfried von Loewenfeld
beginnt zunächst heimlich, jedoch mit Wissen Noskes,
mit dem Aufbau einer Freicorpsformation.
Die Formation entsteht aus einer konspirativen Vereinigung
von Seeoffizieren, die die politische Entwicklung möglichst
vollständig zurückdrehen wollen. (4) Die "Loewenfelder" werden während des Kapp-Putsches in Kiel (März 1920) ein großes Blutbad unter den Kieler Arbeitern anrichten. |
Infos zum Foto >> |
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Dez. |
Noske stellt eine Eiserne Garde
von 1600 Mann (Deckoffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften
der Marine) auf. Später wird diese Einheit in Eiserne
Division bzw. 1. Marine-brigade (v. Rhoden) umbenannt. Am 10. Januar 1919 lässt sich Noske diese Truppe, die inzwischen mit Offizieren aufgefüllt ist, nach Berlin kommen. |
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Lothar Popp bisher
Vorsitzender des Obersten Soldatenrats, scheidet aus dem
Soldatenrat aus, vermutlich aus Resignation, weil die Räte
ihre Macht an die Nationalversammlung abgeben wollen. Nachfolger
wird Karl Artelt |
10.12. |
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| 11.12. | Englische Untersuchungskommisssion trifft in Kiel ein. | |||
" |
Der Reichs-Rätekongress
in Berlin stimmt für Wahlen zur verfassungsgebenden
Nationalversammlung, die am 19.1.1919 stattfinden |
19.12. |
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Der Soldatenrat stellt
eine "Revolutionäre Sicherheitstruppe"
auf und setzt sich damit gegen Noske durch. Die
Deck- und Unteroffiziere erhalten eine eigene Kompanie innerhalb
dieser Truppe. (5) |
26.12. | Ebert bittet Noske dringend nach Berlin zu kommen und in die Regierung einzutreten. | ||
| 27.12. | Noske fährt in Begleitung von Adolf v. Trotha nach Berlin. Nachfolger als Gouverneur wird Gustav Garbe (Vors. des Kieler Metallarbeiter Verbandes) | |||
Karl Artelt tritt zurück; Nachfolger wird zunächst Hartig, später Riefstahl. |
5.1. 1919 |
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6.1. 1919 |
Noske wird Oberbefehlshaber und verlässt offiziell Kiel | |||
Februar-Ereignisse
1919 (Spartakisten-Aufstand) in Kiel |
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Externer
Link zur Bremer Räterupublik >> |
Bremen
erklärt sich zur Räterepublik |
10.1. 1919 |
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| Noske setzt die Division Gerstenberger, zu der auch Teile der 1. Marinebrigade (Eiserne Division, Kiel) gehören, in Marsch. | ||||
500 - 1000 Demonstranten
in Kiel fordern Waffen vom Soldatenrat, um Bremen unterstützen
zu können. Spartakisten stürmen Waffenläden und überrumpeln Posten in Suchsdorf und Holtenau |
4.2.
1919 |
Noske lässt Bremen stürmen | ||
Bericht O. Preßlers von den Ereignissen
>> |
Die Arbeiterschaft
der Reichs-, der Gemermania- und der Howaldt-Werft führen
einen Sympathiestreik für Bremen durch. Spartakisten besetzen die Kaserne in der Annenstraße und die Marine Station |
Mi
5.2. 1919 |
Die Kaserne wird von einer Abteilung der Sicherheitswehr des Soldatenrats, die sich aus Deckoffizieren zusammensetzt und durch Studenten und Offiziere verstärkt wird, zurückerobert. | |
Der
Arbeiter- und Soldatenrat lässt ein Flugblatt verteilen
>> |
Aufruf zum Generalstreik
(wird von den o.g. Werften und der Torpedowerkstatt befolgt) |
6.2. 1919 |
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Der Generalstreik wird
beendet |
8.2.
1919 |
Garbe verlangt die Abgabe der Waffen von den Studenten und lässt die spartakistischen Anführer frei. | ||
Einschätzung
der Ereignisse durch D. Dähnhardt >> |
Proteste des Soldatenrats
in Berlin bei Noske bleiben ohne Wirkung. |
Mit Billigung Noskes wird die Sicherheitswehr des Soldatenrats der Freicorpsformation Loewenfelds unterstellt. | ||
5.6.
1919 |
Die Auflösung des Soldatenrats wird angeordnet. | |||
Sept.
1919 |
Dem Arbeiterrat wird von Oberbürgermeister Lindemann der Geldhahn abgedreht. | |||
Erstellt unter Verwendung von Material
aus: Dirk Dähnhardt, "Sichworte - Revolution in Kiel,
Vom Kaiserreich zur Republik 1918/1919", Herausgeber: Landeszentrale
für Politischen Bildung Schleswig-Holstein; Dirk Dähnhardt:
"Revolution in Kiel", Wachholtz Verlag, 1978; Lothar
Popp und Karl Artelt: "Ursprung und Entwicklung der Novemberrevolution
1918"; Bernhard Rausch: "Am Springquell der Revolution";
beide als Nachdruck erschienen als Sonderveröffentlichung
15 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte; Klaus Kuhl:
"Streitgespräch mit Lothar Popp", www.kurkuhl.de,
1978; Klaus Kuhl: "Interview mit Otto Preßler",
www.kurkuhl.de, 1979; Gustav Noske: "Von Kiel bis Kapp",
Verl. für Politik und Wirtschaft, Berlin, 1920
Anm. 1: Siehe Dirk Dähnhardt: "Revolution in Kiel",
Wachholtz Verlag, 1978, S. 51 sowie
Rolf Güth, "Marineführung und Meuterei 1918"
in "Schiff und Zeit" 7/1978, S. 5, Hrsg. Dt. Ges. f.
Schifffahrts- und Marinegeschichte e.V.
Anm. 2: Hier gibt es unterschiedliche Darstellungen von Noske
und Popp, vergleiche >>
Anm. 3: Dirk Dähnhardt: "Revolution in Kiel", Wachholtz
Verlag, 1978, S. 107
Anm. 4: Wolfram Wette: "Gustav Noske - Eine politische Biographie",
Droste Verlag, 1987, S. 247.
Anm. 5: Wolfram Wette: "Gustav Noske - Eine politische Biographie",
Droste Verlag, 1987, S. 233 f.
Last updated 16.01.12
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